ZIP mit Passwort erstellen
Dateien vor dem Versenden im ZIP einschließen. Dateien und Passwort bleiben auf dem Gerät.
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Beispiel
Unterlagen für die Wohnungsbewerbung als ZIP mit Passwort an die Hausverwaltung
Für eine Wohnung möchte die Hausverwaltung per E-Mail drei PDFs: die letzten drei Gehaltsabrechnungen, eine Bonitätsauskunft und die Mieterselbstauskunft. Name des Archivs „Unterlagen Anna Muster“, Komprimierung Normal, Passwort „Standard“, weil im Büro jemand das ZIP unter Windows ohne Zusatzprogramm öffnen soll.
- Die drei PDFs hineinziehen. Im kostenlosen Tarif passen bis zu 20 Dateien mit je höchstens 20 MB in ein ZIP.
- Ein Passwort wie „Wohnung-Köln-2026“ lehnt „Standard“ ab: Das ö liest Windows anders, das ZIP ginge dort nicht auf. „Erzeugen“ liefert 14 Zeichen ohne Umlaute und ohne 0/O und 1/l/I.
- „Gesperrtes ZIP erstellen“, herunterladen und an die Hausverwaltung mailen. Das Passwort per SMS oder am Telefon durchgeben, nie in derselben E-Mail.
| Verschlüsselung | Öffnet beim Empfänger | Passwort |
|---|---|---|
| Standard (ZipCrypto) | der Windows-Explorer ohne Zusatzsoftware, ebenso 7-Zip und WinRAR | nur Zeichen ohne Umlaute und ß |
| AES-256 | 7-Zip, WinRAR o. Ä. – nicht der Windows-Explorer | Umlaute erlaubt; deutlich sicherer |
| Kein Passwort | jedes Programm | kein Schutz, nur zusammengepackt |
„Unterlagen Anna Muster.zip“ öffnet sich nur mit dem Passwort. Die Dateinamen sind aber auch ohne Passwort zu sehen – „Gehaltsabrechnung Juli.pdf“ verrät also schon, was drin ist. Wer das nicht möchte, benennt die Dateien vorher neutral, etwa „Anlage 1.pdf“.
So funktioniert es
- Dateien hineinziehen, die zusammen verschickt werden sollen.
- Verschlüsselung wählen: Standard, wenn der Empfänger es unter Windows ohne Zusatzsoftware öffnen soll; AES-256, wenn es wirklich sicher sein muss.
- Passwort eingeben oder erzeugen lassen – und getrennt vom Archiv übermitteln, niemals in derselben E-Mail.
- ZIP herunterladen.
Häufige Fragen
- Welche Verschlüsselung soll ich nehmen?
- Standard (ZipCrypto), wenn der Empfänger es ohne Zusatzsoftware öffnen können muss – der Windows-Explorer kann genau das. Sie gilt allerdings als gebrochen. AES-256 ist die ernsthafte Wahl, verlangt aber auf der Gegenseite 7-Zip, WinRAR oder Ähnliches; der Windows-Explorer öffnet sie nicht.
- Wo liegt das Passwort?
- Nur in diesem Browserfenster. Es wird nirgends gespeichert und nirgends hingeschickt. Geht es verloren, ist das Archiv verloren – deshalb erst notieren, dann schließen.
- Verstecken sich die Dateinamen?
- Nein. Ein ZIP verschlüsselt die Inhalte, das Verzeichnis bleibt lesbar: Wer das Archiv hat, sieht ohne Passwort, wie die Dateien heißen und wie groß sie sind. Wenn schon der Name verrät, worum es geht, benennen Sie ihn vorher um.
- Darf das Passwort Umlaute oder ß enthalten?
- Bei „Standard“ nicht: Die Seite lehnt ein solches Passwort mit einem Hinweis ab, denn Windows übersetzt ä, ö, ü und ß in andere Bytes als andere Programme, und das ZIP ließe sich dort nicht öffnen. Erlaubt sind Buchstaben ohne Umlaute, Ziffern und Zeichen wie - ! ? #. Bei AES-256 sind Umlaute möglich; ein erzeugtes Passwort ist trotzdem die sicherere Wahl.
- Wie sicher ist das erzeugte Passwort?
- Es hat 14 Zeichen aus 56 Buchstaben und Ziffern – ohne die leicht verwechselbaren 0, O, o, 1, l und I –, gezogen mit dem Zufallsgenerator des Browsers: gut 80 Bit, weit jenseits des Durchprobierens. Die Schwachstelle ist dann die Verschlüsselung „Standard“ selbst, nicht das Passwort; für wirklich Vertrauliches AES-256 wählen.
- Werden die Dateien hochgeladen?
- Nein. Gepackt und verschlüsselt wird in dieser Seite. Ein Werkzeug, das verschlüsseln soll und die Dateien dafür an einen fremden Server schickt, hebt seinen eigenen Zweck auf.