Video schneiden
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Beispiel
Das Lied der Tochter aus einem 1:30 langen Konzertvideo im Hochformat schneiden
Beim Schulkonzert wurde hochkant gefilmt: konzert.mp4, 1:30 lang, 1080 × 1920 bei 30 Bildern pro Sekunde, Bild mit rund 12 Mbit/s, Ton AAC mit 128 kbit/s – etwa 136 MB, unter den 150 MB des kostenlosen Tarifs. Das Lied der Tochter beginnt bei 0:41,5 und endet bei 1:19.
- Die Zeiten in Sekunden eintragen: Beginn 41,5, Ende 79 (1:19 = 60 + 19). Der Ausschnitt ist 37,5 Sekunden lang.
- Nur dieser Teil wird dekodiert, ab dem Keyframe vor 41,5 s, und neu kodiert – das dauert etwa so lange wie 37,5 Sekunden Video, nicht wie anderthalb Minuten.
- „Original behalten“ kodiert mit den 12 Mbit/s der Aufnahme. Eine kleinere Auflösung senkt die Bitrate im Verhältnis der Pixel: bei 720p 12 × (720 × 1280) ÷ (1080 × 1920) ≈ 5,3 Mbit/s.
- Der AAC-Ton wird unverändert übernommen, der Gesang bleibt lippensynchron, und das Video bleibt hochkant.
| Auflösung | Bild | Video-Bitrate | 37,5-s-Ausschnitt, etwa |
|---|---|---|---|
| Original behalten | 1080 × 1920 | 12 Mbit/s | 57 MB |
| Bis 1080p (1920 px) | 1080 × 1920 | 12 Mbit/s | 57 MB |
| Bis 720p (1280 px) | 720 × 1280 | 5,3 Mbit/s | 26 MB |
| Bis 480p (854 px) | 480 × 854 | 2,4 Mbit/s | 12 MB |
konzert-cut.mp4: 37,5 Sekunden vom ersten Ton bis zum Applaus, etwa 57 MB in Originalgröße oder 26 MB in 720p – leichter in den Klassenchat zu schicken. „Bis 1080p“ ändert hier nichts, weil die längste Seite schon 1920 Pixel hat.
So funktioniert es
- Legen Sie ein MP4, M4V oder MOV ab – ein Video pro Durchgang.
- Tragen Sie die Sekunde ein, an der der Ausschnitt beginnen soll, und die, an der er enden soll. Bleibt das Ende auf 0, läuft der Schnitt bis zum Schluss – genau das, was man beim Abschneiden eines Vorspanns braucht.
- Die Auflösung nur verringern, wenn der Ausschnitt auch kleiner werden soll; das spart einen zweiten Durchgang durch „Video komprimieren“.
- Auf „Video schneiden“ klicken. Nur der gewählte Teil wird dekodiert und kodiert, deshalb dauert ein Zehn-Sekunden-Schnitt aus einer Stunde Material etwa so lange wie zehn Sekunden Video.
- Das MP4 herunterladen – der Name ist der alte mit angehängtem -cut.
Häufige Fragen
- Verliert der Schnitt an Qualität?
- Der Ausschnitt wird neu kodiert, und zwar mit der Bitrate, mit der aufgenommen wurde – der Unterschied ist praktisch nicht zu sehen. Eine Kopie Byte für Byte ist es aber nicht, und das ist keine Abkürzung, die wir ausgelassen hätten: Ein Videodecoder kann nur an einem Keyframe anfangen, und Keyframes liegen ein bis zwei Sekunden auseinander. Wer exakt an der genannten Sekunde schneiden will, muss neu kodieren. Jeder „verlustfreie“ Schnitt verschiebt Ihren Schnittpunkt zum nächsten Keyframe.
- Wie gebe ich Minuten und Sekunden ein?
- In Sekunden: Minuten mal 60 plus Sekunden. 1:19 ist 79, 2:41 ist 161, 1:02:30 ist 3750. Zehntelsekunden gehen mit Komma: 41,5. Die Zeit liest man in jedem Player ab; im Zweifel an beiden Enden eine Sekunde zugeben – zu lang lässt sich nachschneiden, zu kurz nicht.
- Welche Dateien werden gelesen?
- MP4, M4V und MOV, also Handyaufnahmen, Bildschirmaufnahmen und die meisten Kameras. WebM und AVI werden nicht gelesen, weil der Teil, der die Datei zerlegt, nur die MP4-Struktur kennt. Ob das Bild darin dekodiert werden kann, entscheidet der Browser: H.264 überall, HEVC in Safari und in Chrome auf passender Hardware.
- Was passiert mit dem Ton?
- Eine AAC-Spur – das, was Telefone und Kameras aufnehmen – wird Sample für Sample kopiert und nie neu kodiert, verliert also nichts und bleibt synchron. Ein MOV mit unkomprimiertem PCM, wie es manche Camcorder und Spiegelreflexkameras schreiben, lässt sich so nicht kopieren; statt den Ton stillschweigend wegzuwerfen, sagt das Werkzeug es und bittet um „Ton entfernen“.
- Bleibt ein Hochkant-Video hochkant?
- Ja. Die Drehung, die das Handy in der Datei vermerkt, wird übernommen, und die Auflösung begrenzt immer die längste Seite: Ein Video mit 1080 × 1920 wird bei „Bis 720p“ zu 720 × 1280, nicht quer gelegt oder beschnitten. Mehrere Stellen schneiden Sie nacheinander, einen Durchgang pro Stelle.
- Welche Browser können das?
- Chrome und Edge, Safari ab 16.4, Firefox ab 130. Ein älterer Browser bekommt beim Klick eine klare Meldung, statt am Ende zu scheitern.
- Wird mein Video hochgeladen, und wie sind die Grenzen im kostenlosen Tarif?
- Nein. Es wird in Ihrem Browser gelesen, geschnitten und geschrieben, mit demselben Encoder, mit dem Ihr Telefon aufnimmt; nichts geht an einen Server – was bei Familienaufnahmen oder dienstlichem Material der springende Punkt ist. Kostenlos sind ein Video pro Durchgang mit 150 MB und fünf Durchgänge am Tag; Pro entfernt beides, ein Wasserzeichen gibt es in keinem Tarif.